Arbeitsmarktfähigkeit

Arbeit ist nach wie vor der wichtigste Zuwanderungsgrund. Weitere Gründe sind der Familiennachzug und die Suche nach Asyl. Nicht allen Migrantinnen und Migranten gelingt der Schritt in die Arbeitswelt auf Anhieb. Neben administrativen Hürden liegt das oft an fehlender Ausbildung, ungenügenden Sprachkenntnissen oder zu wenig Erfahrung im gesellschaftlichen Umgang.

Der Förderbereich Arbeitsmarktfähigkeit verfolgt zwei Ziele:

  • Zugewanderte sollen rasch für sich selber sorgen können. Dafür verfügen sie über Angebote, die sie auf die Berufsbildung vorbereiten und ihre Arbeitsmarktfähigkeit verbessern.
  • Auch bei vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen werden die Fähigkeiten und Talente früh erkannt, damit sie schnell auf eigenen Beinen stehen.

Die meisten Migrantinnen und Migranten möchten so schnell wie möglich für ihren eigenen Unterhalt sorgen. Eine Arbeitsstelle begünstigt ihre Integration in vielerlei Hinsicht. Der Austausch mit Arbeitskolleginnen und -kollegen, der Aufbau von Bekanntschaften, der aktive und praktische Einsatz von Sprache und das Erfahren der Schweizer Arbeitskultur mit ihren Werten und Normen wirken sich ausgesprochen positiv auf die Integration aus.

Für einige Zugewanderte ist der Zugang zum Arbeitsmarkt aber besonders erschwert. Dazu gehören vor allem Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Jugendliche, die ihrer Familie später folgen. Die spezifischen Integrationsmassnahmen richten sich an diese Gruppen.

Zentral sind eine frühe Potenzialabklärung und darauf aufbauende Massnahmen, damit die Zugewanderten eine klare Perspektive haben und sehen, welchen Beitrag sie leisten müssen. Wichtig ist auch die Koordination der verschiedenen Strukturen und Massnahmen. Die bestehenden Institutionen, von der Sozialhilfe über die Berufsbildung bis hin zu den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen, müssen eng zusammenarbeiten, damit die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.

Von grosser Bedeutung ist schliesslich der Einbezug der Unternehmen und Branchenverbände. Diese haben ein Interesse an qualifizierten Fachkräften und bieten Arbeits- und Lehrstellen sowie Praktika an.

Mehr Informationen zur Integrationspraxis des Förderbereichs
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