Frühe Kindheit

Ein zentraler Hebel für die Stärkung der Arbeitsmarktfähigkeit ist die berufliche Integration von Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und spät eingereisten Jugendlichen. Dabei ergeben sich Herausforderungen, die mit den bestehenden Angeboten nicht abgedeckt werden. So kann eine starke Traumatisierung die berufliche Integration enorm behindern. Eine frühe Potenzialabklärung ist wichtig und wird – häufig eingebettet in eine Fallführung – in verschiedenen Kantonen durchgeführt.

Der Aufwand für Triage und Beratung in diesem Bereich ist beträchtlich. Kommt hinzu, dass im Bereich der Arbeitsmarktintegration von spät eingereisten Jugendlichen Angebote fehlen und häufig die finanzielle Zuständigkeit zu klären ist. Dank den Mittel der kantonalen Integrationsprogramme KIP konnten aber Angebote angepasst und ausgebaut und Anstossfinanzierungen geleistet werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen folgende Erfolgsfaktoren für die Frühe Kindheit:

  • früh einsetzende Sprachförderung in Kitas, Tagesfamilien und Spielgruppen
  • Vernetzung der beteiligten Akteure
  • Unterstützung der Eltern, damit sie ihre Aufgaben wahrnehmen können
  • Unterstützung der Mütter- und Väterberatung
  • Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende von Kitas und Spielgruppen zu Themen wie Interkulturalität, Zusammenarbeit mit Eltern, Gesundheit oder frühe Sprachförderung

Beispiele und Grundlagen

Integration erfolgt vor Ort. Die Kantone und Gemeinden leisten viel Arbeit und setzen diese Grundlagen tagtäglich in die Praxis um. Die Erfahrungen und Erkenntnisse werden zentral unter Materialien gesammelt:

Materialien und Hilfsmittel

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