Jobcoaching von MULTIMONDO

Das Jobcoaching hat Anfang 2018 prägende personelle Veränderungen durchgemacht, setzt aber auf Kontinuität und Bewährtes. Die neue Projektleitung konnte dank der Motivation der Teilnehmenden und der wertvollen Unterstützung von 35 Freiwilligen beachtliche Erfolge erzielen: 16 Teilnehmende haben eine Festanstellung gefunden, sechs befinden sich derzeit in einem Praktikum, drei arbeiten temporär.

Die Nachfrage nach einem Jobcoaching ist nach wie vor gross: 2017 nahmen 55 Personen (38 Männer und 17 Frauen) teil. Im ersten Halbjahr 2018 dürfen wir insgesamt 45 aktive Teilnehmende (28 Männer und 17 Frauen) zählen. Die Teilnehmenden sind in Bezug auf das das Ausbildungsniveau, die Berufserfahrungen, Sprachkenntnisse sowie in Bezug auf ihre Herkunftsländer (30 Länder, davon 26 Teilnehmende aus Afrika, 7 aus Asien, 6 aus Europa, drei aus dem Nahen Osten und drei aus Südamerika) sehr heterogen. Von den 45 Teilnehmenden erhielten 16 eine Festanstellung, drei arbeiten derzeit temporär und sechs Personen machen ein Praktikum, was einen Integrationserfolg von 56% darstellt. Sieben Personen haben das Programm unter- oder abgebrochen – sei dies aus gesundheitlichen Gründen, oder, weil die Ausweissituation sich verändert hat. So unterschiedlich die Teilnehmenden und ihre jeweilige Situation sind, so vielfältig sind auch die Anschlussmöglichkeiten, die sie gefunden haben: Stadtplanung, Bau, Gastronomie, Verkauf, Reintegrationsprogramm (Landschaftswerk), Informatik, Produktion, Uhrenindustrie, Administration, Tourismus, Transport usw. Migrant/innen haben bei der Arbeitsmarktintegration mit besonders vielen Hindernissen zu kämpfen. Das Engagement der Teilnehmenden und von freiwilligen Mentor/innen, die wachsenden Beziehungen zu Firmen und Organisationen im Ersten Arbeitsmarkt sowie die privaten und beruflichen Netzwerke der Mentor/innen führen dennoch immer wieder zum Erfolg. Diese Erfolge fordern aber auch die Geduld aller Beteiligten: Eine erfolgreiche Eingliederung dauert zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. Die Konkurrenz scheint oft übermächtig, so dass die üblichen Wege zu einer Anstellung für Migrant/innen oft verschlossen bleiben. Umso wichtiger sind Suchstrategien, die sowohl im Jobcoaching-Kurs erlernt sowie mit Mentor/innen eingeübt und angewandt werden, wie auch Kontakte, die sich durch die Stellensuche mit den ihnen zugeteilten Mentor/innen ergeben. Ein erstes Hindernis, mit welchem die meisten Teilnehmenden am Anfang der Stellensuche konfrontiert werden, sind die nicht anerkannten oder wenig vorhandenen Qualifikationen in ihrem Herkunftsland. Somit beginnen sie meist bei Null oder müssen teils trotz einer sehr guten Ausbildung ein un- oder wenig bezahltes Praktikum absolvieren. Somit ergeben sich aber im besten Fall Kontakte und Kenntnisse für eine spätere Anstellung.

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Employabilité | Réfugiés | 14.09.2018