Arbeitsmarktfähigkeit

Ein zentraler Hebel für die Stärkung der Arbeitsmarktfähigkeit ist die berufliche Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Sie haben individuelle Bedürfnisse, denen die bestehenden Angebote bisher nicht Rechnung tragen. So kann eine starke Traumatisierung die berufliche Integration enorm behindern. Die meisten Kantone haben darum Instrumente für die frühe Potentialabklärung entwickelt.

Der Aufwand für Triage und Beratung in diesem Bereich ist beträchtlich. Kommt hinzu, dass eine umfassende gesetzliche Grundlage zur finanziellen Zuständigkeit für die Arbeitsmarktintegration von spät eingereisten Jugendlichen fehlt, was zu Finanzierungsengpässen führen kann. Dank den Mitteln der Kantonalen Integrationsprogramme KIP konnten aber die notwendigen Strukturen und Angebote im ganzen Bereich ausgebaut und angepasst werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen folgende Erfolgsfaktoren für die Stärkung der Arbeitmarktfähigkeit

  • Vernetzung der Akteure und Förderung der interinstitutionellen Zusammenarbeit
  • Möglichst systematische Potenzialabklärungen bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen
  • Aufbau von kohärenten und koordinierten Massnahmen, von der Triage bis zur Ausbildung und Begleitung am Arbeitsplatz
  • Unterstützung bestehender Angebote wie Jobcoaching, Mentoring, Potentialaklärung, Case Management, Hilfe bei der Diplomanerkennung usw.
  • Einbezug der Arbeitgebenden und Branchenverbände durch direkten Kontakt und Sensibilisierungsmassnahmen
  • Unterstützung durch Schlüsselpersonen aus Migrantenvereinen
  • gezielte Schulung von Beratungspersonen
  • Einbezug von Eltern spät eingereister Jugendlichen mit Elternberatungen und Informationsveranstaltungen

Beispiele und Grundlagen

Integration erfolgt vor Ort. Die Kantone und Gemeinden leisten viel Arbeit und setzen diese Grundlagen tagtäglich in die Praxis um. Die Erfahrungen und Erkenntnisse werden zentral unter Materialien gesammelt:

Materialien und Hilfsmittel

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