Beratung

Viele Migrantinnen und Migranten sind mit Beratungsangeboten nur schwer zu erreichen – etwa wenn sie betagt sind, abgelegen wohnen oder sich zurückziehen. Der Weg zu
 ihnen führt oft über Schlüsselpersonen. Dies sind in der Regel Menschen aus dem gleichen Kulturkreis, die mit den Verhältnissen in der Schweiz vertraut sind.

Wenn immer möglich, zeigen die Integrationsfachstellen den Migrantinnen und Migranten bestehende Angebote auf. Das setzt aber voraus, dass alle Beteiligten gut vernetzt sind und sich eine funktionierende Zusammenarbeit eingespielt hat.

Bei komplexen Situationen empfiehlt es sich, interkulturell Vermittelnde beizuziehen. Das stellt nicht nur die Verständigung sicher, sondern erhöht die Qualität der Gespräche. Eine weitere Voraussetzung für zielführende Beratungsgespräche ist gut ausgebildetes Fachpersonal.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen folgende Erfolgsfaktoren für die Beratung:

  • enge Zusammenarbeit und gute Koordination der verschiedenen Fachstellen und der Beratungsangebote
  • Einsatz von interkulturell Dolmetschenden für die bessere Verständigung
  • Aus- und Weiterbildungsangebot für die Fachpersonen
  • Einsatz von Schlüsselpersonen, um den Zugang zum Zielpublikum zu erleichtern
  • Zusammenarbeit mit lokalen Migrantenvereinen
  • Beratungsangebote aktiv bekannt machen

Beispiele und Grundlagen

Integration erfolgt vor Ort. Die Kantone und Gemeinden leisten viel Arbeit und setzen diese Grundlagen tagtäglich in die Praxis um. Die Erfahrungen und Erkenntnisse werden zentral unter Materialien gesammelt:

Materialien und Hilfsmittel

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